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FSTAB

Section: Dateiformate (5)
Updated: 11. Februar 1996
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BEZEICHNUNG

fstab - statische Informationen über das Dateisystem  

ÜBERSICHT

#include <fstab.h>  

BESCHREIBUNG

Die Datei fstab enthält Informationen über die Dateisysteme. Programme greifen nur lesend, nicht schreibend darauf zu. Es obliegt dem Systemadministrator, diese Datei zu erstellen und zu pflegen. Jedes Dateisystem wird durch eine separate Zeile in der fstab repräsentiert; innerhalb einer Zeile werden die Felder durch Tabs oder Leerzeichen getrennt. Die Reihenfolge der Zeilen in der fstab ist wichtig, da fsck(8), mount(8), und umount(8) diese Datei sequentiell abarbeiten.

Das erste Feld, (fs_spec), beschreibt das zu mountende blockorientierte Device oder remote filesystem.

Das zweite Feld, (fs_file), gibt den Mountpunkt für das Dateisystem an. Bei Swap-Partitionen sollte hier ``none'' stehen.

Das dritte Feld, (fs_vfstype), beschreibt den Typ des Dateisystems. Unterstützt werden zur Zeit drei verschiedene Typen von Dateisystemen:

minix
ein lokales Dateisystem, das bis zu 14 oder 30 Zeichen lange Dateinamen unterstützt.
ext
ein lokales Dateisystem mit längeren Dateinamen und größeren inodes. Es wurde ersetzt durch das ext2 Dateisystem und wird nicht mehr benutzt.
ext2
ein lokales Dateisystem mit längeren Dateinamen, größeren inodes und vielen anderen Features.
xiafs
ein lokales Dateisystem mit längeren Dateinamen, größeren inodes und vielen anderen Features.
msdos
ein lokales Dateisystem für MS-DOS-Partitionen.
hpfs
ein lokales Dateisystem für HPFS-Partitionen.
iso9660
ein lokales Dateisystem für CD-ROM-Laufwerke.
nfs
ein Dateisystem, um Partitionen von anderen Systemen zu mounten.
swap
eine Disk-Partition, die zum Swappen benutzt wird.

Wenn vfs_fstype als ``ignore'' angegeben ist, wird der Eintrag ignoriert. Dies ist nützlich, wenn unbenutzte Partitionen angezeigt werden sollen.

Das vierte Feld, (fs_mntops), beschreibt die zum Dateisystem gehörenden Mountoptionen.

Es gestaltet sich als eine durch Kommata getrennte Liste von Optionen. Sie enthält zumindest den Mount-Typ und zusätzliche, Dateisystemspezifische, Optionen. Optionen für nicht-nfs-Dateisyteme sind in mount(8) dokumentiert. nfs-spezifische Optionen sind nachzulesen in nfs(5).

Das fünfte Feld, (fs_freq), wird von dump(8) benutzt um zu entscheiden welche Dateisysteme gedumpt werden müssen. Ist das fünfte Feld nicht vorhanden, wird für diesen Wert Null angenommen und dump geht davon aus, daß das Dateisystem nicht gedumpt werden muß.

Das sechste Feld, (fs_passno), wird von fsck(8) benutzt um die Reihenfolge, in der die Dateisysteme während des Reboots geprüft werden, festzulegen. Das root Dateisystem sollte mit einer fs_passno von 1 versehen sein, andere Dateisysteme mit einer fs_passno von 2. Dateisysteme innerhalb eines Laufwerks werden sequentiell geprüft, Dateisysteme auf verschiedenen Laufwerken jedoch gleichzeitig, um parallel arbeitende Hardware zu unterstützen. Ist das sechste Feld nicht vorhanden oder Null, wird sinnigerweise eine Null zurückgegeben und fsck geht davon aus, daß das Dateisystem keiner Prüfung bedarf.

Die korrekte Methode, um Einträge aus der fstab zu lesen, ist, die Routinen von getmntent(3). zu benutzen.

 

DATEIEN

/etc/fstab
Die Datei fstab liegt im Verzeichnis /etc.
 

FEHLER

Zumeist ist die Dokumentation in mount(8) die aktuellste.  

GESCHICHTE

Das fstab Dateiformat erschien in 4.0BSD.  

SIEHE AUCH

getmntent(3), mount(8), swapon(8), nfs(5).


 

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